matratzen
Hier
unsere kleine Matratzenkunde. Grundsätzlich
kann man - von Exoten abgesehen - folgende Matratzentypen/-materialen
unterscheiden:
Kaltschaummatratzen
bieten ein Optimum aus Punktelastizität, Atmungsaktivität, Recyclingfähigkeit
und geringes Eigengewicht. Der Herstellungsprozess kommt ohne Wärmezufuhr
mit einer umweltschonenden Mischung von
Rohstoffen und Wasser aus. Kaltschaum entwickelt dabei latexähnliche Eigenschaften.
Die Matratzenoberfläche ist samtig weich, der Kern besitzt jedoch eine hohe
Stützkraft und lange Lebensdauer. Durch das vergleichsweise geringe
Gewicht ist die Handhabung - jede Matratze sollte regelmäßig
gewendet werden - etwas leichter. Diese Merkmale ließen die Absatzzahlen
der Kaltschaummatratzen in den letzten Jahren mehr und mehr ansteigen. Worauf Sie bei Kaltschaummatratzen
achten sollten:
Raumgewicht
der Matratzen: Das Raumgewicht guter
Kaltschaummatratzen beträgt 50kg/m³ bis 60kg/m³. Für sehr schwere Personen auch mehr.
Kernhöhe der Matratzen: Die Kernhöhe sollte mindestens 14cm betragen
Bezug der Matratzen: Der Bezug sollte mit einer feuchtigkeitstransportierenden
Klimafaser, Wolle oder ähnliches versteppt sein
Kernoberfläche der Matratzen: Die Kernoberfläche sollte für eine gute Klimaregulierung
und Zonenbildung mindestens Quer- idealer Weise aber auch Längskanäle
(Würfelstruktur) aufweisen
Die Matratzen mit der höchsten
Punktelastizität - sorgt für ein angenehmes weiches, softelastisches Liegegefühl.
Um die notwendige Stützkraft zu erzielen, sollten Latexmatratzen einen
etwas dickeren Kern aufweisen. Latex zeichnet sich durch seine hohe Formbeständigkeit
aus und wird meist synthetisch hergestellt. Naturlatex wird aus dem Saft
des Gummibaums gewonnen und ruft bei manchen Menschen Allergien hervor.
Latexallergien durch Matratzen sind allerdings sehr selten, da der
Matratzenkern durch den Matratzenbezug geschützt ist und nicht mit der
Haut in Berührung kommt.
Klimatisch sind Latexmatratzen nicht so unkompliziert wie
Taschenfederkernmatratzen oder gute Kaltschaummatratzen. Durch das
typische, sehr hohe Raumgewicht entziehen Sie dem Körper beim zu Bett
gehen vergleichsweise viel Wärme bis sie angewärmt sind. Eine gute
Klimatisierung ist bei Latexmatratzen vergleichsweise aufwendig und
entsprechend teurer. Kälteempfindliche Personen empfehlen wir daher
eher Kaltschaummatratzen und Personen die zu starkem Schwitzen neigen
eher Taschenfederkernmatratzen.
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Viskoelastischer
Schaum wird auch als Memory-Schaum bezeichnet, da sich das Material an die
Belastung erinnert und nach dem Aufstehen noch einige Sekunden lang die
Körperabdrücke zu sehen sind. Der Viskoschaumkern der Matratze passt sich je nach Körperwärme und Gewicht
individuell der Körperkontur an.
Der Auflagedruck wird gleichmäßig verteilt und der Körper in jeder Lage ideal
entlastet. Viele Rückenprobleme und andere Beschwerden werden durch die druckreduzierte, ergonomische Lagerung des Körpers gemildert. Ein Vorteil
den vor allem Bettlägerige zu schätzen wissen. Deshalb sind
Viskoschaummatratzen ursprünglich auch als Sanitätshausprodukt
entwickelt worden! Gesunden Menschen kann dieser
Schaumkern für die Matratze nicht empfohlen werden, da die entstehenden "Schlafkuhlen"
sie darin behindern, sich ausreichend zu bewegen. Sich im Schlaf zu
bewegen, ist aber wichtig für die nächtliche Erholung von Wirbelsäule
und Bandscheiben.
Bitte beachten Sie folgende Information in Zusammenhang mit
viscoelastischen Schäumen für Matratzen:
Die unvergleichbar gute Anpassungsfähigkeit von viskoelastischen
Matratzen an den Körper beruht auf der Wärmeempfindlichkeit des
Schaummaterials.
Diese Reaktion des viskoelastischen Schaums auf die Temperatur macht
sich natürlich auch in Zusammenhang mit der Umgebungstemperatur
bemerkbar. In ungeheizten Schlafzimmern im Winter wird der
Gesamteindruck der Matratze entsprechen hart erscheinen. Im Gegensatz
dazu wird die Matratze in heißen Regionen im Sommer entsprechend
weich, ggf. sogar schwammig erscheinen. Bitte beachten Sie dies bei
der Auswahl Ihrer neuen Matratzen!
Sofern Ihre Schlafumgebung Temperaturschwankungen über das Jahr
unterliegt, empfehlen wir Ihnen sich Matratzen mit Naturlatex- (Baumberger Ergozone),
Latex- (z.B. Röwa Legra
Smaragd) oder Kaltschaumkernen
(z.B. Röwa Legra Topas)
mit hoher Punkelastizität und "softer" Oberfläche, besserem Klimakomfort und
Humanverträglichkeit anzuschauen!
Wenn es dennoch unbedingt eine Viscoschaummatratze sein soll, ist die
Selecta V6 aus unserer Sicht
die beste Viscoschaummatratze mit symmetrischem Kernaufbau derzeit am Markt.
Bei
Taschenfederkernmatratzen sorgen einzelne Federn, die in Vliessäckchen
eingenäht sind, für eine gute Punktelastizität. Körperbewegungen im
Schlaf sorgen bei diesen Matratzen für permanenten Luftaustausch, der
die Wärme- und Feuchtigkeitsregulation fördert. Damit sind
Federkernmatratzen in Punkto Klimakomfort unübertroffen. Diese Vorzüge machen
sorgfältig verarbeite Taschenfederkernmatratzen zu Spitzenprodukten unter
den Schlafsystem-Matratzen. Allerdings sollten Allergiker eher zu einer Latex-
oder Schaum-Matratze greifen, weil sich in diese Hausstaubmilben und andere
Allergene nicht so gut einnisten können wie in die großen Hohlräume von Taschenfederkernmatratzen.
Federkern-Matratzen:
Die Federkernmatratze entspricht dem klassischen Matratzentyp aus einem
Stahlfedernverbund und einer umhüllenden Polsterung. Federkernmatratzen
neigen, bei sehr geringer Punktelastizität zum nachschwingen und dämpfen
daher die Körperbewegungen zu wenig. Als Allergiker sollten Sie eher zu
einer Latex- oder Schaum-Matratze greifen, weil sich in diese
Hausstaubmilben und andere Allergene nicht so gut einnisten können wie in
Federkernmatratzen. In den Tests der letzten Jahre hat keine
reine Federkernmatratze ein gutes Ergebnis erzielt. Derzeit können wir Ihnen keine
Federkernmatratze empfehlen.
... oder fragen Sie uns!
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